klimaNÖtral

Forderungen

Für ein klimaneutrales Niederösterreich

Einige niederösterreichische Organisationen sind derzeit im Begriff, eine Plattform aufzubauen, die sich klar für ein klimaneutrales* Niederösterreich einsetzt. Ziel ist es, durch Aktionen der Plattform die Politik in Niederösterreich aufzufordern, die Klimaneutralität bis 2040 gesetzlich zu verankern. Zudem werden schnelles Handeln und konkrete Maßnahmen gefordert, die dieses Ziel der Klimaneutralität auch erreichbar machen sollen. Bei Verfehlung der EU-Klimaziele drohen enorme Strafzahlungen, abgesehen von den verheerenden Auswirkungen der Erwärmung auf Mensch, Natur und Wirtschaft. Niederösterreich hat als größtes Flächenbundesland enorme Potentiale und eine besondere Verantwortung, um vielfältige Maßnahmen im Bereich Klimaschutz umzusetzen. Dafür braucht es verbindliche Rahmenbedingungen auf Landesebene. Der erste entscheidende Schritt ist die gesetzliche Verankerung des Ziels eines klimaneutralen Niederösterreichs bis 2040. Nur durch ambitionierte Ziele und konkrete Pläne sind die Ziele zur Klimaneutralität zu erreichen. Aktuell gibt es bei den Zielen und Maßnahmen in Niederösterreich noch erheblichen Anpassungsbedarf. Die Ziele wurden seit 2011 kaum angepasst – trotz Pariser Klimaabkommen, der Verschärfung der Ziele auf EU-Ebene und der Festlegung der Klimaneutralität auf Bundesebene.
Derzeit wird in Niederösterreich viel über Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien kommuniziert. Dabei positioniert sich Niederösterreich gerne als Vorreiter. Die Fakten sprechen aber eine andere Sprache. Eine aktuelle Studie der Österreichischen Energieagentur (AEA) beschreibt den unzureichenden Status Quo (u.a. in Niederösterreich).

*Klimaneutralität: Gleichgewicht zwischen Kohlenstoff-Ausstoß und Kohlenstoff-Aufnahme.

Klima-Nachzügler Niederösterreich

Niederösterreich hat den höchsten Gesamtenergieverbrauch aller Bundesländer. Seit 1990 ist dieser um 61 % gestiegen und damit so stark angestiegen, wie in keinem anderen Bundesland. Bei der Stromerzeugung weist das Bundesland einen Anteil fossiler Energien von rund 22 % auf. Während vier Bundesländer die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien bereitstellen können, hat Niederösterreich dieses Ziel noch nicht erreicht. In den letzten 30 Jahren konnte Niederösterreich keine nennenswerte Reduktion der THG-Emissionen erreichen. Sie liegen noch immer auf dem Niveau der 1990er Jahre, während der Durchschnitt aller EU-Staaten eine Reduktion von 23 % aufweist. Damit beim Klimaschutz eine Kehrtwende eingeleitet werden kann, ist zuerst die Festlegung des Ziels der Klimaneutralität bis 2040 entscheidend.

Gemeinsam für ein klimaneutrales Niederösterreich bis 2040 Klima schützen – Wohlstand erhalten

Ziel der Plattform ist es, einen Beschluss der Klimaneutralität auf Landesebene zu erwirken. Klimaneutralität bedeutet einen rechtsverbindlichen Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle sowie den Erhalt und Ausbau von natürlichen Emissionssenken, wie Mooren und Wäldern. Nur durch rasches Handeln und konkrete Maßnahmen kann dies erreicht werden.